Frühe illustre Reisende, zum Beispiel die Herren Johann Wolfgang von Goethe („Italienische Reise“, September 1786 – Mai 1788), Johann Joachim Winckelmann (1717 – 1768), seines Zeichens Archäologe und Präsident der Altertümer des Vatikans, oder Johann Gottfried Seume („Spaziergang nach Syrakus“ 1803), waren in Zeiten unterwegs, als der Begriff „Tourismus“ noch unbekannt war.
Damals ging man auf eine „Grand Tour“. Die allerdings war nicht in heutigen Urlaubsmaßstäben von 14 Tagen oder drei Wochen zu messen. Eine Grand Tour dauerte in aller Regel viele Monate, wenn nicht gar mehrere Jahre.
Der Begriff „Grand Tour“ entwickelte sich in England zu Zeiten Königin Elizabeths I. Unter den wohlhabenden Adeligen keimte damals der Wunsch, den Spuren der Antike an ihren Originalschauplätzen zu folgen.
Von Pilger- und Bildungsreisen
Reisen und vor allem Fernreisen, die – außer für Händler, Kaufleute, Vaganten und Gaukler vielleicht – für den „normalen“ Mann bis dahin fast ausschließlich den Charakter religiös motivierter Pilgerreisen hatten, wurden mehr und mehr aus dem Wunsch nach Bildung und Abwechslung heraus unternommen. Viele der Reisenden trieb die ehrenvolle Absicht, den persönlichen Horizont zu erweitern, die alten Künste zu studieren.
Schon damals gründete sich der beginnende Tourismus auf Ideale, „auf die verzauberten Fluren der Einbildungskraft“ (Enzensberger), auf die jungfräuliche Natur, die Legende, die Folklore, die vermeintliche Unberührtheit der Landschaft. Und schon damals war die Neugierde der Antrieb für viele Reisen.
Wie sich die Zeiten ändern
Die Vorbereitungen zu solchen Reisen aber dauerten oft Jahre lang. Und die Kosten, die aufgewendet werden mussten, waren immens. Die Reiseziele einer Grand Tour lagen fast ausschließlich in Italien. Immer mutiger wurden die Reisenden und dehnten ihre Touren über Venedig, Mailand, Pisa und Florenz aus bis nach Rom und Neapel und schließlich bis nach Sizilien.
Heute sind Reisen preiswerter, kürzer und unproblematischer, als zu Goethes oder Seumes Zeiten.
Aber auch heute noch ist eine Reise zum Beispiel durch Sizilien eine Reise zu außergewöhnlichen historischen und landschaftlichen Schönheiten, von denen viele noch immer einem großen Kreis von Urlaubern unbekannt sein dürften.
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Nehmen Sie sich Zeit! 4000 Jahre Geschichte warten auf Sie.
Nicht von Herrn Goethe, sondern von ZEIT online stammt die Einsicht: „Der Tourist glaubt, er sei ein Freund der Einheimischen. Der Reisende weiß, dass er fremd ist.“